Copernicus ERA5
Reanalyse-Daten der EU für 1995–2024. Stündliche Werte pro Gridzelle, von uns auf Dekaden und Monate aggregiert. Lizenz: CC-BY 4.0, frei für kommerzielle Nutzung.
Wohinwann beantwortet drei Fragen. Wann ist die beste Zeit, an einen bestimmten Ort zu fahren? Welche Reiseziele lohnen sich in einem bestimmten Monat? Und wie holst du das Maximum aus deinen Urlaubstagen mit Brückentagen heraus. Alles auf einer Basis, die du nachprüfen kannst.
Den ehrlichen Grund zuerst: Ich habe Wohinwann gebaut, weil ich es selbst gebraucht habe. Ich plane meinen Urlaub ums Wetter herum, gutes Wetter ist mir wichtiger als ein bestimmtes Ziel. Und jedes Mal, wenn ich nachgeschaut habe, wo es wann warm ist, hat es keine Seite richtig beantwortet.
Tippst du „Wo ist es im Mai warm?“ in eine Suchmaschine, bekommst du 14 Reiseblog-Artikel mit derselben Top-10-Liste, denselben Stockfotos, einer Reihenfolge nach Buchungsprovision statt nach Wetter. Das eigentliche Problem war aber die Genauigkeit. Fast alle Klimaseiten geben dir nur einen Monatswert: „April, 22 °C“. Ein Monat ist kein Wetter. Anfang April kann sich wie März anfühlen, Ende April schon wie Mai. Wenn ich in der ersten Aprilwoche wegfahre, hilft mir „im April ist es schön“ kein bisschen. Ich will wissen, wie es Anfang April ist, nicht irgendwann im April.
Lösbar ist das, weil die Daten öffentlich sind. Copernicus ERA5 liefert Klimawerte für jeden Punkt der Erde, und die Tourismusforschung hat seit 2016 mit dem Holiday Climate Index einen Maßstab dafür, wie sich ein Reisetag tatsächlich anfühlt. Wohinwann zieht beides zusammen und rechnet pro Dekade, also in 10-Tages-Blöcken, nicht nur grob pro Monat. Dazu wollte ich etwas, das man gern benutzt und das besser aussieht als die übliche Reiseblog-Wand. Also habe ich es gebaut.
Für jede Destination ziehen wir 30 Jahre Tagesdaten aus Copernicus ERA5 (1995–2024), rechnen daraus klimatologische Mittelwerte pro Dekade (10-Tages-Block) und pro Monat, und füttern diese in den HCI:Beach-Komfortindex (Scott, Rutty, Amelung & Tang 2016). Der gewichtet thermischen Komfort, Niederschlag, Bewölkung und Wind im Verhältnis 4:2:2:1 und gibt einen Score von 0–100. Werte ab 60 gelten als sehr gut, ab 80 als ideal. Wo ERA5 für eine bestimmte Variable schwächelt (Sonnenstunden in den Tropen, Niederschlag-Tagesextreme), validieren wir gegen Visual Crossing.
Für Brückentage lädt der Solver alle gesetzlichen Feiertage pro Bundesland aus mehr-schulferien.de und berechnet für jede mögliche Kombination aus 1–5 Urlaubstagen, welche längstmögliche zusammenhängende freie Strecke daraus entsteht. Schulferien überlagert er optional als zweite Schicht, falls du mit Familie planst und an die Ferienkalender gebunden bist.
Alle Werte werden zur Build-Zeit berechnet. Was du auf der Seite siehst, ist nicht „eine Annahme“, sondern das Ergebnis einer reproduzierbaren Pipeline aus öffentlichen Daten. Wenn dich die Zahl überrascht, kannst du jede Stelle im Rechenweg zurückverfolgen.
Reanalyse-Daten der EU für 1995–2024. Stündliche Werte pro Gridzelle, von uns auf Dekaden und Monate aggregiert. Lizenz: CC-BY 4.0, frei für kommerzielle Nutzung.
Wissenschaftlicher Komfortindex für Strand-Tourismus von Scott, Rutty, Amelung & Tang (2016), publiziert im Journal Atmosphere. Frei zugänglich, peer-reviewed.
Ergänzende Validierung für Sonnenstunden und Niederschlag-Tagesextreme, wo ERA5 strukturell schwächer ist (insbesondere tropische Konvektionsereignisse).
API v2.0 für gesetzliche Feiertage und Schulferien aller 16 Bundesländer. Frei für kommerzielle Nutzung, gepflegt aus den jeweiligen Kultusministerien.
Keine bezahlten Platzierungen im Ranking. Wenn Mauritius vor den Malediven erscheint, liegt das am Komfortindex für den Monat, an dem du suchst, nicht an einem Werbedeal. Hotels, Tour-Operator, Tourismusverbände: niemand zahlt, um in einer Liste weiter oben zu stehen.
Kein KI-generierter Fließtext ohne Verifikation. Jede prosaische Aussage über einen Ort – „Bali im Mai ist Trockenzeit, ideal für …“ – wird gegen die Klimadaten geprüft und gegen das offene Web verifiziert. Wir nutzen LLMs als Schreibwerkzeug, aber nicht als Faktenquelle. Wenn die Daten und der Text widersprüchlich sind, gewinnt die Datenseite.
Keine Cookie-Banner, keine Tracker. Wir setzen keine Tracking-Cookies und kein werbliches Tracking ein, du musst also nichts wegklicken. Sollten wir Reichweite messen, dann nur mit einem cookiefreien, in der EU gehosteten Verfahren wie Plausible, das ohne personenbezogene Daten auskommt.
Keine Newsletter-Popups, keine Account-Wände. Du landest auf der Seite, du bekommst die Antwort. Es gibt einen Newsletter, aber er ist optional und steht nur in der Fußzeile. Wer Brückentag- oder Reisezeit-Daten gespeichert haben will, kann sich registrieren – muss aber nicht.
Gar nicht, ehrlich gesagt. Wohinwann nimmt kein Geld ein: keine Provision, keine Affiliate-Links, keine Werbedeals, keine bezahlten Platzierungen. Niemand zahlt dafür, hier aufzutauchen oder in einer Liste weiter oben zu stehen.
Auf Reiseziel-Seiten außerhalb der EU siehst du einen Hinweis auf yaySIM, eine eSIM für mobiles Internet im Ausland. Dazu gehört eine offene Klarstellung: yaySIM ist ebenfalls mein Projekt, Wohinwann und yaySIM stammen von derselben Person. Wohinwann selbst verdient an einem eSIM-Kauf nichts, es gibt kein Affiliate-Programm und keine Provision pro Klick. yaySIM ist aber ein eigenes Produkt, und natürlich habe ich ein Interesse daran, dass es genutzt wird. Das sage ich lieber offen, statt es als neutrale Empfehlung zu tarnen.
Der Hinweis steht trotzdem da, weil ich yaySIM für das beste Produkt halte, das ich kenne, und es selbst auf Reisen nutze: einer der wenigen deutschen eSIM-Anbieter, wenn nicht der einzige, und der nutzerfreundlichste. Es gibt keine App, und es braucht keine. Du tippst einen Link an, die eSIM richtet sich direkt auf dem Handy ein, danach läuft sie. Eine App, die du erst herunterladen und verwalten musst, ist eher ein Zeichen für ein kompliziertes Produkt als für ein gutes. Den Hinweis zeigen wir nur außerhalb der EU; bei Mallorca, Kreta oder Reykjavik nicht, weil EU-Roaming dort keinen Aufpreis verlangt.
Und auch wenn es mein eigenes Produkt ist: Kauf keinen eSIM, wenn du keinen brauchst. Ein sinnloser Kauf hilft niemandem, und FOMO-Druck als Verkaufsstrategie wäre für beide Projekte das falsche Fundament.
Wohinwann ist ein unabhängiges Ein-Personen-Projekt aus Deutschland. Kein Verlag, kein Tourismus-Affiliate-Netzwerk im Hintergrund, kein VC-Geld. Der Vorteil davon: die redaktionelle Linie ist die, die du auf dieser Seite siehst, und sie bleibt das. Der Nachteil: Antworten auf Mails dauern manchmal länger als bei einer Redaktion mit acht Leuten.
Codebasis und Datenpipeline sind dokumentiert; die Klimaberechnungen folgen einer publizierten Methodik. Wenn du als Wetterdienstleister, Tourismusforscher oder Reisejournalist Fragen zur Methodik hast, schreib uns – wir antworten gerne. Kritik, Fehlerhinweise und Korrekturen sind willkommen. Wenn dir auffällt, dass eine Klimazahl nicht zu deinem Reisebericht passt, schau auf die Referenzperiode (1995–2024): es sind 30-Jahres-Mittel, nicht die Werte von letzter Woche.
Klimadaten sagen dir, ob das Wetter im Schnitt mitspielt. Sie sagen dir nicht, ob am 14. Mai 2026 in Bali ein lokaler Festtag ist, ob die Saison-Preise gerade in die Höhe schnellen, oder ob das spezielle Restaurant, das du im Reisebericht gelesen hast, noch existiert. Für diese Schichten brauchst du weiterhin lokale Quellen, Reise-Communities oder direkten Kontakt.
Wohinwann ist auch (noch) auf den DACH-Raum zugeschnitten. Schulferien, Feiertage und Sprache sind deutsch. Ob wir das ändern – und englischsprachige Versionen ergänzen – wird davon abhängen, wie das Projekt anläuft. Wenn dir der Ansatz gefällt und du das Tool woanders auch haben willst, schreib es uns.
Für jede Klimatabellen-Seite findest du am Ende eine Quellen-Sektion mit Links zu den Originaldatenquellen. Wenn du eine konkrete Frage zur Berechnung eines Wertes oder Vorschläge für neue Destinationen hast, sind die folgenden Quellen die kanonischen Referenzen für die Wohinwann-Pipeline.